Glaubenssätze Entscheidungen Cornelia Berchtenbreiter auflösen

Glaubenssätze – Wie du sie erkennen und auflösen kannst!

Was sind Glaubenssätze?

Immer öfter ist davon die Rede! Ich erkläre dir hier, wie du Glaubenssätze erkennen und auflösen kannst! Glaubenssätze sind Gedanken und Sätze die wir uns oft unbewusst immer wieder selbst sagen. Oft merken wir dies nicht, weil es für uns schon so selbstverständlich sind und diese Sätze seit vielen Jahren die Hintergrundmusik in unserem Leben bilden! Sie beeinflussen  unsere Gedanken über uns selbst und Andere. Natürlich haben sie einen großen Einfluss auf unsere Entscheidungen!

Sie sind wie Alltagsgeräusche an die wir uns gewöhnt haben und die uns nicht weiter auffallen. Wie das Rauschen der Wasserleitungen in unserer Wohnung oder eine Autobahn in der Nähe. Es fällt uns nur auf, wenn wir bewusst darüber nachdenken oder wenn uns Menschen um uns herum darauf aufmerksam machen!

Man kann sie gut mit einer Sonnenbrille in unterschiedlichen Tönungen beschreiben. Durch eine Brille sehen wir die Realität, wie sie ist. Wenn wir aber durch blaue Gläser schauen nehmen wir unsere Welt blau wahr. Wenn wir durch rote Gläser blicken, sehen wir sie rot.  Das macht einen großen Unterschied!

Ein paar Beispiele:

  • „Ich bin nicht gut genug“
  • „Ich bin zu dick“
  • „Ich bin zu dumm.“
  • „Ich schaffe es sowieso nicht“
  • „Niemand mag mich“
  • „Ich kann sowieso nichts an meinem Leben ändern“
  • „Andere können das sowieso besser“

Erkennst du einige davon?

Diese Sätze wirken wie eine rote oder blaue Färbung und beeinflussen, wie wir die Realität wahrnehmen. Wenn ich also immer denke, ich bin nicht gut genug, werde ich alle meine Erlebnisse und Erfahrungen so deuten, dass sie diesen Satz bestätigen. Ein bisschen so, dass man nur rote Autos sieht, wenn man ein rotes Auto kaufen will. Es lohnt sich also, sich näher damit auseinander zu setzen.

Vielleicht bist du dir nun der Färbung deiner Brille ein bisschen bewusster. Das ist ein erster großer Schritt der dir hilft Glaubenssätze zu erkennen und aufzulösen!

Woher kommen Glaubenssätze?

Glaubenssätze bilden sich unser gesamtes Leben und verändern sich auch immer wieder! Besonders viele Sätze bilden sich, du ahnst es schon, in unserer Kindheit! Wenn wir geboren werden haben wir noch keine Glaubenssätze. Diese bilden sich durch die Erfahrungen, die wir jeden Tag machen. Einen großen Einfluss darauf haben

  • Eltern und Geschwister
  • Großeltern, Verwandte und Bekannte
  • Erzieher und Lehrer
  • Freunde
  • Medien und Gesellschaft
  • Eigene Erfahrungen

Wie löse ich Glaubenssätze auf?

Die große Frage ist nun natürlich, wie du sie loswirst oder veränderst. Ich muss dir leider verraten, dass es dafür kein Wundermittel gibt, sondern dass dies ein Prozess ist. Ich habe im Folgenden einige Tipps und Übungen gesammelt:

Erkenne Sie

Um deine Glaubenssätze aufzulösen ist der wichtigste Schritt sie besser kennen zu lernen.  Oft sind uns nicht alle unserer Glaubenssätze bewusst. Nimm dir Zeit und denke nach, welche Gedanken und Sätze du immer wieder denkst. Eine gute Frage kann auch sein, welche Sätze du in deiner Kindheit oft gehört hast. Welche Werte waren deinen Eltern sehr wichtig?

Solche Sätze können sein:

  • „Streng dich an!“
  • „Schuster bleib bei deinen Leisten!“
  • „Stell dich nicht so an!“
  • „Was sollen nur die Leute denken?“

Ertappst du dich, diese oder ähnliche Sätze zu denken? Wie klingen sie für dich? Schreibe sie auf!

Dieser Vorgang ist nicht immer angenehm. Es kann sehr unangenehm und vielleicht schmerzhaft sein. Ruf dir jedoch in Erinnerung, dass diese Sätze in der Regel sowieso zu den unmöglichsten Gelegenheiten in deinem Kopf herumspuken und dir das Leben schwer machen! Es ist ein guter und heilsamer Prozess, sich bewusst mit ihnen auseinander zu setzen! Das hilft dir dabei, sie das nächste Mal wenn du sie dir sagst zu entlarven und zu überlegen, mit welcher Brille du die Situation gerade sehen möchtest!

Schreibe sie auf

Glaubenssätze erkennen und auflösen geschieht nicht von alleine. Schreibe deine Sätze auf. Lasse sie auf dich wirken. Dies ist ein weiterer Schritt, sie für dich greifbar zu machen und sie im Alltag schneller zu entlarven. Du kannst diese Liste auch immer weiter ergänzen, wenn dir mehr Glaubenssätze auffallen.

Formuliere sie um!

Ich bin ein Freund davon, sie nach und nach umzuformulieren. In der Regel ist es für dich nicht glaubhaft, das Gegenteil von deinen alten Sätzen zu denken. Vermutlich wirst du und dein Unterbewusstsein das nicht glauben. Fange also lieber klein an!

Hier sind ein paar Beispiele, wie du Glaubenssätze umwandeln kannst:

  • „Ich kann das nicht“ → „Ich kann das (noch) nicht“
  • „Ich schaffe das nie!“ → „Ich glaube im Moment, das nicht zu schaffen!“
  • „Ich muss mich immer anstrengen!“ → „Ich strenge mich an und mache manchmal eine Pause“
  • „Ich schaffe es sowieso nicht“ → „Ich gebe mein Bestes und dann werden wir sehen“
  • „Ich bin zu dumm“ → „Ich bin nicht dumm und ich lerne jeden Tag etwas Neues“

Stelle deinen Glaubenssätzen Fragen 

Stelle dir bewusst Fragen und überprüfe deine Glaubenssätze auf ihre Aktualität und darauf, ob sie tatsächlich zutreffen. Wir gehen meistens davon aus, dass sie absolute Wahrheiten sind, weil wir sie schon so lange haben! Ich möchte dich einladen, das zu hinterfragen! Ganz im Sinne von

„Glaube nicht alles was du denkst!“

Folgende Fragen lohnen sich:

  • Stimmt das wirklich? 
  • Ist das immer so
  • Wie wäre mein Leben ohne diesen Satz?
  • Würde ich diesen (fiesen) Satz einer guten Freundin sagen? Wenn nein, wieso sage ich ihn mir selbst?

Mache neue Erfahrungen

Sei mutig und mache bewusst neue Erfahrungen! Wie schon beschrieben, bilden sich Glaubenssätze vor Allem durch Erlebnisse die wir machen. Sie können zum Glück überschrieben werden und es bilden mit der Zeit bilden sich Neue.

Das funktioniert am besten, wenn du neue Dinge ausprobierst und übst, die deine alten Glaubenssätze ins Wanken bringen und deine neuen, positiven Sätze bestätigen und verstärken! Du kannst noch so viele Glaubenssätze umformulieren oder dir positive Affirmationen sagen. Letztlich musst du kleine Schritte gehen um dich selbst davon zu überzeugen, dass deine neue Überzeugung „stimmt“.

Dies ist kein schneller Prozess, aber einer, der sich lohnt!

Du kannst dir natürlich immer wieder sagen, dass du in Zukunft selbstbewusst bist und gut auf deine Grenzen achtest. Das wird sich jedoch erst in einem neuen Glaubenssatz manifestieren, wenn du danach handelst und die Erfahrung machst, dass es nicht schlimm ist, Grenzen zu setzen!

Sage also beim nächsten Mal, wenn du „Nein“ denkst auch wirklich „Nein“! Vermutlich wirst du feststellen, dass es nicht so schlimm ist, wie du es dir vorgestellt hast und dein Chef, dein  Freund oder dein Familienmitglied nicht sauer ist. Glaube mir, ich habe es ausprobiert! Dies wird deinen Glaubenssatz nachhaltig umformulieren.

Frage dich bei Entscheidungen bewusst, wie deine Glaubenssätze!

Meiner Erfahrung nach beeinflussen uns unsere Glaubenssätze bei Entscheidungen die wir treffen massiv, ohne dass wir es merken! Wir betrachten die Vor- und Nachteile einer Entscheidung ohne es zu merken durch unsere ganz eigene Brille! Dabei haben wir die Möglichkeit, einmal eine andere Brille zu testen!

Deshalb finde ich es gerade bei anstehenden Entscheidungen so wichtig, dass du dich mit deinen Überzeugungen auseinanderzusetzt! Du hast immer die Freiheit, nach deinen (negativen) Glaubenssätzen zu entscheiden. Du kannst du dich aber auch bewusst dagegen entscheiden! Lies dazu mehr…

Probiere es aus, es wird sich lohnen!

Hast du dich schon mit Glaubenssätzen beschäftigt? Ich finde, Glaubenssätze erkennen und auflösen ist gar nicht so einfach. Es lohnt sich aber immer!

Möchtest du dich gerne näher damit auseinandersetzen? Dann melde dich gerne bei mir in einem kostenlosen (20-minütigem) Kennenlerngespräch!

 
 

2 Kommentare zu „Glaubenssätze – Wie du sie erkennen und auflösen kannst!“

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